Leistungen

Sie finden hier eine Übersicht über die wichtigsten Leistungen des Gelenk Center Bielefeld.

Akupunktur


Schon in der Jungsteinzeit wurden geschliffene Steine und in der Bronzezeit Bronzenadeln zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Bestimmte Körperpunkte mit definierten therapeutischen Wirkungen kannte man schon ca. 100 Jahre nach Christus.

Die Wirksamkeit der aktuell angewandten Form der Akupunktur mit der Nadelung bestimmter Punkte im Bereich definierter Meridiane wurde in Studien eindeutig nachgewiesen. Dabei zeigte sich sogar eine deutliche Überlegenheit dieser Methode gegenüber anderen schulmedizinischen Verfahren bei den Erkrankungen „chronischer Rückenschmerz“ und „chronischer Knieschmerz bei Verschleiß“. Deshalb wird die Akupunkturbehandlung bei diesen beiden Erkrankungen auch von den Krankenkassen ohne Zuzahlung des Patienten übernommen.

Bei anderen Erkrankungen ist diese quasi nebenwirkungsfreie Behandlung ebenfalls sinnvoll und effizient. Sie kann im Rahmen einer individuellen Gesundheitsleistung in Anspruch genommen werden.

Die Qualifizierung für die Anwendung dieser erfolgreichen Behandlungsmethode wird durch umfangreiche Fortbildungen mit Vergabe eines Akupunkturdiploms erworben.

Dr. Gretenkord hat seit 2007 die Zusatzbezeichnung Akupunktur. Dr. Boudriot hat seit 2014 die Zusatzbezeichnung Akupunktur.

Seit 2015 bietet Dr. Gretenkord die Trias-Triggerpunkt-Akupunktur als individuelle Gesundheitsleistung an. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Triggerpunkt-Auflösung zur Schmerzbehandlung e.V. (DGTriAS).

Triggerpunkte sind kleine Entzündungsherde in Muskeln, die Ursache für akute, chronische und therapieresistente Schmerzen sein können. Bei der Behandlung werden die ursächlichen Triggerpunkte in der Tiefe der Muskulatur präzise aufgespürt und deaktiviert.

Ambulante Operationen


Nicht alle Erkrankungen können auf konservativem Weg geheilt werden. In einigen Fällen müssen auch operative Maßnahmen in Erwägung gezogen werden. Bei kleineren Eingriffen, wie beispielsweise einer Gelenkspiegelung oder Fußoperationen, können diese Eingriffe ambulant durchgeführt werden. Das dieser Eingriff auch schmerzfrei für den Patienten verläuft, ist eine lokale Anästhesie oder kurze Allgemeinnarkose notwendig. Danach benötigt der Patient noch 1–2 Stunden Ruhe und kann dann wieder nach Hause entlassen werden.

Bitte beachten Sie, dass nach dem Eingriff für 24 Stunden keine Fahrtauglichkeit mehr besteht!

Die ambulanten Eingriffe werden von Priv. Doz. Dr. med. Ulrich Boudriot im ambulanten Operationszentrum der TeutoKlinik in Bielefeld-Ummeln durchgeführt. www.teutoklinik.de

Atlastherapie nach Arlen


Das Schädel-Atlas-Gelenk stellt den Beginn der Wirbelsäule dar und kann somit die gesamte Wirbelsäulenstatik negativ beeinflussen.

Die Atlastherapie ist eine spezielle Form der Reflextherapie zur Behandlung von Funktionsstörungen des 1. Halswirbels (Atlas), die Dr. Gretenkord noch bei Dr. Arlen persönlich in Munster (Elsaß) erlernen durfte.

Sie eignet sich ebenso zur Behandlung von neuromotorischen Störungen wie Schmerzzuständen des Bewegungssystems und wirkt auf das Gleichgewichtssystem, den Muskeltonus und die Schmerzempfindung.

„Bielefelder Rückenmodell“


Rückenschmerzen sind ein häufiger Grund für das Aufsuchen eines Arztes. In ca. 10% entwickelt sich aus dem akuten ein chronischer Schmerz.

Das „Bielefelder Rückenmodell“ ist ein Versorgungsprogramm, dass sich nicht nur der Krankheitsbewältigung im Akutfall widmet, sondern auch der Vermeidung von Rezidiven und Chronifizierung. Bereits in einem frühen Stadium wird nach Beschwerdeursachen und Chronifizierungsrisiken gesucht. Wege zur Problembewältigung werden rechtzeitig und gezielt aufgezeigt. Alte Konzepte (Schonkonzepte und Reparierkonzepte) werden durch neue (Anleitung zur Entdeckung und Nutzung eigener Ressourcen) ersetzt. Von diesen Therapieansätzen können auch Patienten profitieren, bei denen bereits eine Chronifizierung eingetreten ist.

Leider wird das Modell nicht von allen gesetzlichen Krankenkassen unterstützt.

Teilnehmende Krankenkassen:

In der BKK ARGE OWL:

Bertelsmann-BKK, BKK Diakonie, BKK Dürkopp-Adler, BKK Gildemeister Seidensticker, Heimat Krankenkasse, BKK Herford Minden Ravensberg, BKK Melitta Plus

und

BKK Miele

Bildwandlergestützte Injektionen


Injektionen in schmerzhafte Gelenke stellen eine grundlegende Therapieform in der Orthopädie dar. Am Hüftgelenk ist das sichere Plazieren der Injektion ohne Hilfsmittel nicht zuverlässig. Aus diesem Grund bieten wir die Injektion unter Kontrolle mit dem Röntgengerät an. Hierbei wird zur Sicherung der korrekten Lage der Nadel vor der Injektion des Medikaments ein Kontrastmittel appliziert.

Chirotherapie


Chirotherapie, auch als Manuelle Medizin bezeichnet, bedeutet Untersuchen und Heilen mit den Händen. Diese effektive Heilmethode eignet sich zur Behandlung von Funktionsstörungen der Wirbelsäule sowie des gesamten Bewegungssystems. Von geübten Therapeuten kann diese Technik gefahrlos ausgeführt werden.

Dr. Gretenkord verfügt seit 1988 über die Zusatzbezeichnung Chirotherapie/Manuelle Medizin.
Dr. Boudriot verfügt seit 2014 über die Zusatzbezeichnung Chirotherapie/Manuelle Medizin.

Eine Verfeinerung der Manuellen Medizin bietet Dr. Gretenkord im Rahmen seiner osteopathischen Untersuchung und Behandlung als Diplom Osteopath an. Siehe Osteopathie.

Die Atlas Therapie nach Arlen, die Dr. Gretenkord anbietet,  ist eine spezielle Form der Reflextherapie zur Behandlung von neuromotorischen Störungen und Schmerzzuständen des Bewegungssystems. Siehe Atlastherapie.

Digitales Röntgen


Röntgen ohne Film und Chemie - seit September 2012 wenden wir die zurzeit neueste Technologie mit digitaler Direktradiographie in unserer Praxis an.

Dieses sogenannte volldigitale Röntgen verbindet eine optimale Bildgebung mit einer nochmals verringerten Strahlenbelastung des Patienten.

An Stelle der bisher verwendeten Chemikalien und Röntgenfilme wird beim volldigitalen Röntgen die Röntgenstrahlung "direkt" - über ein Speicherfoliensystem in den Detektor gelenkt und die Daten an die EDV gesendet.

Im Vergleich zu den bisher üblichen Speicherfolien des digitalen Röntgens geht die Direktradiographie mit einer nochmals um 30% verringerten Strahlenbelastung des Patienten einher.

Durch die Möglichkeit einer Kontrastierung oder Vergrößerung ausgewählter Bereiche können wichtige Zusatzinformationen gewonnen werden, welche die Diagnosesicherheit noch weiter erhöhen. Die Bildqualität ist exzellent.

Die Bilder können auf Wunsch auf Papier ausgedruckt werden oder auch als CD gebrannt werden.

Endoprothesensprechstunde


Quälende Schmerzen beim Laufen, gestörter Nachtschlaf und das alles ist eigentlich auch nur noch mit Schmerzmitteln auszuhalten. Die Diagnose des behandelnden Orthopäden: Arthrose!

Die Überweisung in die Klinik und Feststellung –„wir machen da eine Endoprothese“ – greift zu kurz.

Priv.Doz. Dr. Ulrich Boudriot verfügt über 20 Jahre operative Erfahrung in der Implantation künstlicher Gelenke, insbesondere von Hüft- und Knieendoprothesen und deren Wechseloperationen. Um unseren Patienten die Gelegenheit zu bieten, sich ausführlicher über die Behandlungsstrategien, moderne Biomaterialien und die neuesten Möglichkeiten des endoprothetischen Gelenkersatzes zu informieren, bietet PD Dr. Boudriot im Rahmen der Endoprothesen-Sprechstunde eine kostenlose individuelle Beratung.

IGeL-Leistungen


Als individuelle Gesundheitsleistungen, kurz IGeL-Leistungen genannt, werden medizinische Behandlungen bezeichnet, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Im IGeL-Monitor der Krankenkassen werden einige der angebotenen Behandlungen bewertet. Für den Bereich der Orthopädie sind dies vier Therapieformen: die Blutegel-Therapie beim Knieschmerz, die Eigenbluttherapie und die Stoßwellentherapie beim Tennisarm und der Kalkschulter.

Eine Vielzahl von weiteren Therapieformen wurden nicht bewertet. Für eine Reihe dieser Therapien liegen dezidierte Empfehlungen der WHO vor. Es entsteht leider der Eindruck, dass hier der IGeL-Monitor, der von den gesetzlichen Krankenkassen betrieben wird, eine tendenziöse Darstellung liefert. Kritisch sehen wir, dass die wissenschaftlichen Untersuchungen, auf deren Grundlage die Einschätzungen des IGeL-Moitors getroffen werden, nicht benannt werden. Darüber hinaus sehen wir kritisch, dass andererseits von den Krankenkassen Therapien, auch operative Therapien bezahlt werden, ohne das dafür eine wissenschaftliche Evidenz besteht.

Aus diesem Grund bieten wir im Gelenk-Center Bielefeld ausschließlich Leistungen an, für deren Wirksamkeit es eine wissenschaftliche Evidenz gibt. Wir bieten umgekehrt keinerlei Therapien an, deren Wirksamkeit in wissenschaftlichen Untersuchungen ausgeschlossen worden ist.

Bitte berücksichtigen Sie aber - Ihre Krankenkasse bezahlt die langjährige Therapie mit Schmerzmitteln, sie bezahlt auch die operative Therapie einer lebensbedrohlichen, schmerzmittelbedingten Blutung und bezahlt auch die Dialyse bei einer schmerzmittelbedingten Niereninsuffizienz. Wir meinen, in bestimmten Situationen macht es Sinn, nach therapeutischen Alternativen zu suchen.

Knochendichtemessung mittels DPX-Methode


Diese Untersuchung dient der Sicherung der Diagnose Osteoporose oder Osteopenie. Bei diesen Erkrankungen liegt ein verminderter Kalksalzgehalt des Knochens verbunden mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche vor.

Die DPX- Methode gilt zurzeit als beste Messmethode.

Sie eignet sich generell für die Diagnostik sowie für die Verlaufsbeobachtung unter Therapie.

Der Vorteil der Methode liegt in ihrer niedrigen Strahlenbelastung.

Dr. Gretenkord ist vom Dachverband Osteologie (DVO) zertifizierter Osteologe. Nur mit regelmäßigen Fortbildungen kann diese Zertifizierung aufrecht erhalten werden.

Muskelkraftanalyse und Medizinische Kräftigungstherapie an MedX-Geräten


80% aller chronischen Beschwerden der Wirbelsäule im Nacken- und Lendenwirbelsäulenbereich können durch eine Medizinische Kräftigungstherapie deutlich gebessert werden. Sie kann im Rahmen einer Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen werden.

Dr. Gretenkord ist zertifizierter Arzt der GMKT Deutschland.

Orthopädische Rheumatologie


Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises umfassen rund 600 verschiedene Krankheiten. Die häufigste Form ist die rheumatoide Arthritis. Die Behandlung erfolgt in erster Linie medikamentös und wird sinnvollerweise von den Kollegen der internistischen Rheumatologie festgelegt.

Der leider recht häufige Befall der Gelenke, Sehnen und Muskeln ist die Domäne der orthopädischen Rheumatologie. Häufig stellt das frühzeitige Erkennen der Erkrankung ein Problem dar. Die richtige Interpretation der oft uncharakteristischen Frühsymptome erfordert vom behandelnden Arzt viel Sachkenntnis und Erfahrung.

Die Therapie umfasst das gesamte Spektrum der konservativen Therapie bis hin zum künstlichen Ersatz der befallenen Gelenke.

Priv. Doz. Dr. Ulrich Boudriot hat seit 2006 die Zusatzbezeichnung Orthopädische Rheumatologie.

Osteologie


Die Osteologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Knochens, von denen die Osteoporose, der Knochenschwund, die größte Bedeutung hat.

Das Sprichwort „Jedes Kind kostet einen Zahn“ deutet auf die besondere Gefährdung von Frauen hin. Es sind jedoch auch Männer betroffen. Die Osteoporose kann im Alter zu unangenehmen Komplikationen mit Brüchen der Wirbelkörper oder des Schenkelhalses oder auch anderer Knochen führen. Das Besondere ist, dass diese Brüche auch ohne ein entsprechendes Trauma auftreten können. Für die betroffenen Patienten bedeutet dies ein langwieriges schmerzhaftes Leiden mit erheblichen Folgen für die Lebensqualität. Bei Schenkelhalsbrüchen kommt es häufig zu langer Immobilisierung und leider auch deutlich erhöhter Sterblichkeit.

Durch eine ungefährliche Knochendichtemessung mit der DPX-Methode kann die Erkrankung festgestellt werden. Es schließt sich eine intensive Suche nach Vorerkrankungen anderer Organe an, die Ursache für die Osteoporose sein können. Im Rahmen einer besonderen Qualifizierung zum Osteologen DVO werden diese qualifizierten Kenntnisse ebenso wie die Prinzipien der erfolgreichen Behandlung dieser Erkrankung vermittelt. Ziel der Behandlung ist die Verhinderung von Knochenbrüchen und schmerzhaften Funktionsstörungen.

Dr. Gretenkord ist vom Dachverband Osteologie (DVO) zertifizierter Osteologe. Nur mit regelmäßigen Fortbildungen kann diese Zertifizierung aufrecht erhalten werden

Osteopathie


1874 begründete der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still die Osteopathie. Der Begriff Osteopathie stammt von den griechischen Wörtern Osteon = Knochen und Pathos = Krankheit. Still fand heraus, dass funktionelle Störungen der Wirbelsäule Gesundheitsstörungen im ganzen Körper auslösen können. Er entwickelte ein Behandlungssystem, mit dem Funktionsstörungen im gesamten Körper behandelt werden können.

In den USA ist das eigenständige Studium der Osteopathie dem Medizinstudium gleichgestellt. In Deutschland gibt es bis heute keine staatlich geregelte Ausbildung. Nur Osteopathen mit dem Diplom-Abschluss D.O. (Diplom-Osteopath) haben eine qualifizierte Ausbildung.

Dr. Konrad Gretenkord verfügt über D.O.-Diplome (Osteopathische Medizin, Osteopathische Medizin Pädiatrie), die er in seiner langjährigen Ausbildung im Bereich der Manuellen Medizin und bei der DGOM (Deutsche Gesellschaft für Osteopathische Medizin) erworben hat. Laufend sind Fortbildungen erforderlich, um die Gültigkeit der Diplome, die zeitlich begrenzt sind, zu erhalten. Aktuell befasst er sich im Rahmen seiner Fortbildung mit Osteopathischen Techniken für Senioren/geriatrische Osteopathie.

Die Behandlung umfasst eine umfassende manuelle Diagnostik und Therapie im Bewegungssystem, den Inneren Organen und am Nervensystem, wobei die Aktivierung der Selbstheilungskräfte im Mittelpunkt steht. Jeder Körper hat eine starke Kraft zur Gesundheit in sich. Der osteopathische Arzt regt diese Kräfte an und fördert damit die Sebstheilung.

Die Methoden der Osteopathischen Medizin sind als „weich“ bzw. „sanft“ einzustufen. Die Behandlung selbst ist entspannend und führt gegebenenfalls zu einer schrittweisen aber auch langanhaltenden Regulation zum „Gesunden“.

Weitere Informationen siehe www.dgom.info.

Patientenindividualisierte Endoprothetik


Jeder Mensch ist einzigartig. Dies betrifft natürlich auch die Anatomie der Gelenke. Beim künstlichen Ersatz eines Gelenkes werden üblicherweise standardisierte Prothesenmodelle angewendet. Aufgrund abweichender anatomischer Gegebenheiten kann jedoch die Situation eintreten, dass auf diesem Weg keine optimale Versorgung möglich ist. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, zunächst eine individuelle, dreidimensionale Planung der Operation durchzuführen und dann gegebenenfalls auch individuell gefertigte Endoprothesen einzusetzen. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass durch die Anwendung dieser Verfahren die Implantationsgenauigkeit deutlich zunimmt. Damit werden optimale Voraussetzungen für eine perfekte Funktion und lange Standzeit des Kunstgelenkes geschaffen.

Informieren Sie sich hier, welche Möglichkeiten es gibt, Ihre Operation mit einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk ganz individuell für Sie zu planen.

3-D-Planung

Die Genauigkeit mit der ein Kunstgelenk implantiert wird, ist maßgeblich verantwortlich für die Langzeitstabilität der Endoprothese. Bereits kleine Abweichungen von der Idealposition können ein erhebliches Anwachsen der Belastung zu Folge haben. Dies wiederum bedingt eine Zunahme des Verschleißes. Eine frühe Lockerung des Kunstgelenkes kann die Folge sein.

Zur verbesserten Planung der Operation kann von der üblichen 2-D-Planung auf eine 3-D-Planung übergegangen werde. Dazu wird vor der Operation eine Computertomographie des betreffenden Gelenkes durchgeführt. Mit Hilfe dieser Daten kann eine exakte dreidimensionale Simulation der Implantation durchgeführt werden.

Individuelle Knieendoprothesen – das „visionäre“ - System

Eine der großen Schwierigkeiten beim Einsetzen künstlicher Kniegelenke ist die exakte Positionierung des Kunstgelenkes im Knochen. Abweichungen von wenigen Winkelgraden von der Idealposition können dramatische Folgen für die Funktion des Gelenkes haben. Die zur Ausrichtung der Prothese während der Operation eigesetzten Instrumente sind standardisiert und respektieren die individuellen anatomischen Besonderheiten nur bedingt.

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, individuell für den Patienten angefertigte Instrumente einzusetzen. Dafür wird vor der Operation mittels einer speziellen Magnetresonanztomographie (MRT) eine exakte dreidimensionale Vermessung des zu operierenden Kniegelenkes angefertigt. Mit Hilfe dieser Daten wir zunächst die korrekte Größe des Implantates und auch die exakte Ausrichtung der Prothese festgelegt. Dann werden mit Hilfe modernster CAD/CAM-Verfahren individuell für den einzelnen Patienten die Schablonen für die notwendigen Knochenschnitte hergestellt.

Für den Patienten hat das den Vorteil, dass eine wesentlich genauere Implantation des Kunstgelenkes möglich ist. Darüber hinaus wird die OP-Zeit verkürzt und die Traumatisierung des umgebenden Knochens ist wesentlich geringer.

Reduzierter Abrieb - verlängerte Standzeit des Kunstgelenkes

Was ist der Grund für die Lockerung einer Endoprothese? Auf diese Frage kennt die Wissenschaft seit Jahren die Antwort - der Abrieb! Jedes Kunstgelenk unterliegt den gleichen Verschleißprozessen wie andere mechanische Gelenke auch.

Die Verringerung des Abriebs durch den Einsatz besonders abriebresistenter Prothesenmaterialien kann demzufolge die Standzeit der Prothese maßgeblich verlängern.

Die Entwicklung der Keramikoberflächen hat die Endoprothetik revolutioniert. Mittlerweile gibt es auch für Knieendoprothesen so genannte „keramisierte“ Oberflächenveredelungen. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit den neuen Implantatmaterialien die Standzeit der Kunstgelenke deutlich über dem bisherigen Niveau von 10–15 Jahren liegen wird.

„Custom made“ – das individuelle Kunstgelenk

Kunstgelenke werden in konfektionierter Form angeboten. Dies bedeutet, das die einzelnen Modelle mit festgelegter Größenabstufung angeboten werden. Bei einigen Modellen existieren lediglich vier Größen. Es liegt auf der Hand, dass damit nur bedingt eine individuelle, paßgenaue Versorgung möglich ist.

Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, Kunstgelenke ganz individuell für den Patienten zu bauen (custom made). Diese Verfahren sind extrem aufwändig und teuer, ermöglichen aber eine exakte Rekonstruktion der individuellen Gelenkgeometrie.

Sportmedizin


Priv. Doz. Dr. Boudriot ist selbst leidenschaftlicher Sportler und verfügt über die Zusatzqualifikation „Sportmedizin“. Ob als Leistungs- oder Freizeitsportler lassen Sie sich gerne beraten, wenn es um Traningsplanung, Gewichtsreduktion oder die Diagnostik und Therapie von sportbedingten Erkrankungen geht.

Stationäre Behandlung


Nach dem Ausschöpfen aller konservativer Maßnahmen ist in einigen Fällen eine operative Behandlung eine sinnvolle Behandlungsalternative für den Patienten. Nach einem ausführlichen, beratenden Gespräch erfolgt dann die Vorbereitung und Planung der OP. Kleinere Eingriffe können häufig ambulant durchgeführt werden. Bei größeren operativen Eingriffen ist eine stationäre Behandlung notwendig.

Für organisatorische Fragen rund um die OP stehen Ihnen Frau Hokamp und Frau Bittricher als OP-Koordinatorinnen zur Verfügung. Sie können telefonisch oder per Email erreicht werden.

Die stationären operativen Eingriffe werden durch Herrn Priv. Doz. Dr. Ulrich Boudriot im Klinikum Bielefeld, Standort „Halle“ oder optional am Standort „Rosenhöhe“ durchgeführt.

Stoßwellentherapie


Stoßwellen werden in der Medizin seit mehr als 20 Jahren zur Therapie eingesetzt.

Fokussierte Stoßwellen sind Schallwellen, die auf einen bestimmten Punkt zielgenau appliziert werden. Es sind besonders kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, die wellenartig fortgeleitet werden und eine optimale Tiefenwirkung haben.

Als nicht invasives Verfahren (keinerlei Verletzung der Haut), stellt die extracorporale Stoßwellentherapie eine schonende und ungefährliche Behandlungsalternative zu operativen Eingriffen dar. Mit ihr gelingt es in 60-85% der Fälle, je nach Art der Beschwerden, die Schmerzen der Patienten zu lindern oder ganz zu beseitigen.

Diese Methode eignet sich u. a. für die Behandlung von Achillessehnenbeschwerden, Tennisellenbogen, Kalkschulter, Golferellenbogen, Fersensporn, Schleimbeutelentzündungen und Entzündungen von Sehnenansätzen.

Ultraschalluntersuchung des Bewegungsapparates und der Säuglingshüfte


Sonographie, umgangssprachlich auch unter dem Namen Ultraschall bekannt, stellt ein schmerzfreies Verfahren zur bildlichen Darstellung verschiedener Körperstrukturen dar. Für orthopädische Erkrankungen spielt insbesondere die Darstellung von Gelenken und Muskeln eine Rolle. Mit Hilfe der Sonographie können Gelenkergüsse, Veränderungen der Gelenkschleimhäute, Entzündungen der Sehnenscheiden und Muskelfaserrisse zuverlässig dargestellt werden.

Eine besondere Bedeutung hat die Ultraschall-Untersuchung bei der Darstellung der Säuglingshüfte. Der Säuglings-Ultraschall ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Hüftreifungsstörungen sowie angeborenen Deformitäten der Hüfte (Dysplasie). Die Untersuchung ist vollkommen nebenwirkungsfrei. Sie eignet sich ebenso zum Screening wie zur Verlaufskontrolle einer eventuell notwendigen werdenden Therapie.